80 Jahre Hans Aregger... - VSV Zug

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80 Jahre Hans Aregger...

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80 Jahre Hans Aregger

Eine würdige Abschiedsfeier für einen ganz Grossen

Nach über 65 Jahren als aktiver Musiker, Jodler und Komponist hat sich Hans Aregger entschlossen, nicht mehr öffentlich aufzutreten. Zu seiner Ehre geht am 10. März in seiner Heimatgemeinde Horw (LU) ein Konzert der Superlative über die Bühne.

Am Samstag, 10. März 2012
Flyer zum Runterladen


findet in der Horwerhalle in Horw/LU das Zentralschweizer Ländlermusikkonzert zu Ehren von Hans Aregger statt.

 
 
 
 

Ein ganz Grosser der Volksmusik tritt von der Bühne ab
Dass er noch zu Lebzeiten durch bekannte Interpreten, Musiker und Chöre geehrt wird (siehe Kasten), weist auf seine Beliebtheit, seine Schaffenskraft und sein Können hin. "Bockbierschottisch", "Hans in Form", "Rosenstrauss", "Lauffeuer" und "Schnupf isch Trumpf" sind einige der populärsten Musikstücke von Hans Aregger, wobei über 400 Kompositionen von seiner unermüdlichen Arbeit zeugen. Dazu kommen über 100 Jodellieder sowie mehr als 30 Tonträger. Ebenfalls gehören zwei Goldene Schallplatten zu seinem Erfolg. Auch wurde er mit dem Goldenen Tell, dem Goldenen Violinschlüssel sowie mit dem Prix Walo (Sparte Volksmusik), um einige seiner Auszeichnungen zu erwähnen, geehrt. "Es waren für mich immer grosse Überraschungen. Auch das Ländlermusikkonzert zu meinen Ehren habe ich nicht erwartet. Das zeigt, dass meine Arbeit geschätzt wurde, und ich viele Menschen glücklich machen konnte", sagt der rüstige 82-Jährige. Und auf seinen grössten Erfolg angesprochen, weist er in der heimeligen Stube ihres Chalets auf seine Frau Lina (71): Wer die beiden kennt, nimmt dieses Lob zum Nennwert.
Durch die Jodlerin Lina Schiess wurde Hans Aregger mit der Jodelmusik vertraut. Viele Jahre traten sie als Jodelduett auf. Er leitete auch mit Erfolg einige Jodelchöre. Vor kurzem hat seine Tochter Ursula Gernet die Leitung des Jodlerclubs Heimelig Horw von ihm übernommen. Auch heute noch komponiert er gerne Jodellieder, "um damit vielen Leuten Freude zu machen".

Unglaubliche Präsenz
Die Ländlermusik wurde Hans Aregger quasi in die Wiege gelegt: Vater Anton spielte Akkordeon, Onkel Niklaus Klarinette. Etwa als 16-Jähriger begann er selber aufzutreten, 1947 hiess seine Gruppe Gebrüder Aregger mit seinem Bruder Anton (Handorgel) und dem Schulfreund Alois Boss (Bassgeige). 1950 gründete er mit Toni Roos die Kapelle Aregger-Roos, seit 1960 gibt es die Kapelle Hans Aregger. Es folgten unzählige Auftritte im In- und Ausland. Gerne erinnert er sich an die Reisen mit dem legendären Luzerner Verkehrsdirektor Kurt H. Illi nach Japan, China, Hongkong, Korea, Thailand und weitere Länder: "Wir waren Botschafter für die Schweiz und speziell für Luzern. Diese Reisen unternahmen wir zu Werbezwecken und das immer ohne Gage", erinnert sich Hans Aregger. Auch begleitete er verschiedene Kreuz- und Flussfahrten. Von Beruf war er übrigens Schreiner, bevor er Profimusiker wurde.
1969 bis 2000 trat er im Casino Luzern in der Folkloreshow auf, jeweils sieben Monate im Jahr Tag für Tag - eine unglaubliche Präsenz. Nur wenn er als Chorleiter tätig war, wurde für ihn ein Ersatz verpflichtet. Hunderttausenden Luzerner Gästen hat er als Allrounder (Klarinettist, Jodler und Alphornbläser) Freude gemacht: "Es war verrückt, aber schön." Wesentlich zum Erfolg trug Ehefrau Lina bei, die selber als Jodlerin auftrat und die Mitwirkenden aufbot. Areggers Treue zu den Auftrittsorten war phänomenal: 45 Jahre war er am Montag an der Steiner Chilbi im ehemaligen Hotel Rössli dabei und spielte jeweils bis in den frühen Morgen. Ebenso lange trat er im Restaurant Unterlauelen im Eigenthal zur Chlausfeier und Metzgete auf.
"Nie mehr Angina"
Mit seinem Entschluss, nicht mehr aufzutreten, hat es sich Hans Aregger "enorm schwer" gemacht. Über ein Jahr brauchte er, bis er sich zum Entschluss durchgerungen hatte. Heute ist er froh darüber und freut sich, dass seine Musik insbesondere in der Kapelle Reto Blättler mit seinen bisherigen Musikern und auch mit seinem Enkel Lukas weiterlebt. Trotzdem ist er in der Regel immer noch bereits um 5 Uhr im Musikzimmer, übt und komponiert. Er bezeichnet Jost Ribary sen. als sein musikalisches Vorbild und sagt, dass er in einer glücklichen Zeit zu spielen anfing, als es noch nicht so viele Gruppen gab. "Heute fällt mir leider auf, dass bei vielen Formationen meist zu wenig junge Zuhörer anwesend sind", stellt der Horwer fest.
Wenn wir den Schottisch "Schnupf ist Trumpf" als eines der Erfolgstücke von Hans Aregger bezeichneten, verrät er uns zum Schluss eine Anekdote: Früher hatte er zweimal im Jahr eine starke Angina. Als er angeschlagen vor 45 Jahren in Zürich auftreten sollte, habe ihn sein Götti zum Schnupfen animiert: "Seither hatte ihn nie mehr eine Angina", erklärt der Ländlerkönig.
Text: Jürg J. Aregger, Redaktor Neue Zuger Zeitung


Programm
Die Kapellen Carlo Brunner, Gupfbuebä, Jost Ribary-René Wicky und Reto Blättler, die Solojodlerin Ursula Gernet-Aregger, der Jodlerklub Heimelig Horw, das Turnerchörli Horw, die Harmoniemusik Luzern und Horw sowie das Saxophonquartett mit Franz Bühler, Edy Wallimann, Hanspeter Reichmuth und Reto Blättler.

Konzertbeginn ist um 20.00 Uhr
Türöffnung und Festwirtschaft ab18.30 Uhr
Eintritt: CHF 18.00

Reservation:
Mittwoch und Freitag, 18.00 - 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag, 16.00 - 20.00 Uhr
jeweils unter folgender Nummer: 079 718 36 62
Per Mail: platzreservation@gmx.ch


Das OK freut sich auf Sie!

Informationen bei:

Reto Blättler
Käppelimattstrasse 4
6052 Hergiswil
079 246 58 68
retoblaettler@bluemail.ch
Homepage: www.retoblaettler.ch
www.schnupfdösli.ch

 
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